Am 22. April wurde der „Baum des Jahres“ gepflanzt

Bei schönstem Sonnenschein trafen sich Bürger aus Birkenhain, Großbeeren, Teltow und Berlin am Radweg zwischen Großbeeren und Birkenhain, um die Baumreihe um einen stattlichen Baum zu erweitern. Die Birkenhainer waren zahlreicher. Sie fühlen sich den Bäumen wohl in besonderer Weise verbunden. Immerhin kommt der große Baumverehrer und exzellente Organisator auch aus Birkenhain. Das Freie BürgerBündnis hatte, wie in den Vorjahren, zum Pflanzfest eingeladen. Es war eine willkommene Gelegenheit, den Frühling dort zu genießen, wo er gerade stattfand – draußen in der Natur. Dass so viele kamen, verstehen wir auch als Zustimmung zum Pflanzkonzept, am Internationalen Tag des Baumes den „Baum des Jahres“ zu pflanzen. Nicht alle konnten beim Pflanzen zufassen. Aber für alle gab es Kaffee, Kuchen, Bier, Bouletten und andere Leckereien, sogar passend zum Jahresbaum eine Maronensuppe. Ganz selbstverständlich beteiligten sich viele an der kulinarischen Versorgung. Fazit: eine gut organisierte Veranstaltung und ein angenehmes Beisammensein.

In diesem Jahr ist die Ess-Kastanie (Castanea sativa) „Baum des Jahres“. Was wissen Sie über diesen Baum? Den „Brotbaum des Südens“ sollen die Römer vor rund 2000 Jahren über die Alpen nach Deutschland gebracht haben. In Brandenburg ist die Esskastanie heute fast noch eine Rarität. Allerdings, in Großbeeren gibt es einige Exemplare. Schon Hildegard von Bingen beschrieb die Heilwirkungen aller Teile des Baumes, Goethe widmete dem Baum ein Gedicht und die versammelte Gästeschar sang am Pflanztag „Kastanie, Kastanie, komm aus deinem Haus …“ Bis dort Ess-Kastanien, also Maronen, geerntet werden können, werden Jahre vergehen. Frühestens in 10 Jahren kann mit Früchten gerechnet werden. Die wichtigsten Informationen über diesen schönen Baum bekamen die Anwesenden vor Ort vorgetragen. Nach der Pflanzung wurde wieder eine kleine Stele aufgestellt. Die Stelen weisen immer den Sponsor aus und geben Auskunft über diesen Baum. Diesmal steht der Name eines Kindes auf dem Holz. Eine schöne Idee der Großeltern.
In unmittelbarer Nähe zum Pflanzort hat ein Imker seine Bienenvölker aufgestellt. Gern zeigte er an diesem Tag seine Völker und erklärte die Honigproduktion.
31 Bäume mit Informationstafeln gibt es jetzt am Radweg.
Sie sind herzlich eingeladen, auch außerhalb der jährlichen Pflanztage, dort vorbeizuschauen oder zu rasten. Vielleicht erkennen Sie auch, mit welcher Liebe, Weitsinn und Verantwortung Pflanzung und Pflege der Bäume  passieren. Und vielleicht können Sie durch aktive Wertschätzung dem Vandalismus entgegen wirken.

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