Unser Projekt in Großbeeren

Gleich neben dem Heim am Theodor-Echtermeyer-Weg gab es ein Brachland, das sich als Gartenland anbot. Mit Unterstützung des benachbarten Leibniz-Instituts, das die Bodenbearbeitung vornahm und einige Gemüsepflanzen anzog, entstand dort ein Versorgungsgarten – unser „kleines Integrationsprojekt“.  Pferdemist als Dünger spendeten Pferdehalter, wir übernahmen die Anleitung. Immerhin sind hier die Verhältnisse doch anders als in Asien oder Afrika. 2017 lief das Projekt im 3. Jahr. Wieder war es eine Gruppe junger Männer aus Eritrea, die mit Eifer Mais aussäten, Kartoffeln legten und Tomaten und Zucchini pflanzten. Die Gruppe, das waren Daniel, Mogos, Mulugeta, Brhane, Tesfay, Tsegazap, Tedros, Saimon, Sergen, Haile, Asmerom, Tsogu,  Abubeker, Berihu, Sirak …


Die Vegetationszeit war begleitet von viel Beikraut, schweißtreibenden Hackeinsätzen und viel Gießkannenschlepperei. Und immer 

gab es dabei viel zu erzählen und zu lachen. In Eritrea ist wohl diese Arbeit, das Heranziehen von Gemüse für die Familienversorgung, eher Frauensache. Dennoch gab es zum Teil üppige Ernten. Die Zucchiniernte war enorm, Tomaten gab es in diesem verregneten Sommer nicht viel, die Kartoffeln waren überraschend groß, die Maiskolben eher nicht so doll.


Die letzten Kartoffeln und Mais wurden am 7. Oktober geerntet. Danach gab es ein kleines Erntefest auf dem beräumten Feld, leider bei leichtem Regen.

Wir glauben, mit dem Projekt ein Zeichen gesetzt zu haben, dass wir die Flüchtlinge bewusst in unserer Gemeinde aufnehmen und unsere tätige Hilfe anbieten. Auch wenn das Projekt jetzt auslaufen wird, da viele der jungen Männer inzwischen in Schichtarbeit arbeiten, haben wir sie als Freunde gewonnen und sie uns als Freunde wahrgenommen. Das ist viel.

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