Die Vorgänge und Veröffentlichungen um die Abstimmung zum Anteilsverkauf der Wohnungsbaugesellschaft mbH Großbeeren (WOBAU) veranlassen uns (SPD, FDP, FBB und Der Linken der Gemeinde Großbeeren) zu folgender Erklärung:

Die Gemeinde Großbeeren ist eine schnell wachsende Gemeinde. Zu den daraus resultierenden Zukunftsaufgaben in Sachen Wohnungsbau und Schaffung der notwendigen technischen und sozialen Infrastruktur (Hort, Kitas, altersgerechtes  Wohnen) gibt es unter den Gemeindevertretern weitgehend Konsens. Das ist u. a. auch aus den Wahlprogrammen ersichtlich.

In den letzten Monaten gab es in der Gemeindevertretung eine vorwiegend informelle Diskussion zu  diesen Fragen.  Basis der Diskussion war ein Vorschlag des Bürgermeisters, Carl Ahlgrimm, und des Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Michael Richter, der u.a. den Verkauf mehrheitlicher Anteile der WOBAU an einen privaten Investor vorsah, um mit Hilfe einer veränderten, teilprivatisierten  WOBAU diese Aufgaben zu stemmen. 

Gerne hätten wir diese Grundsatzentscheidung zur Privatisierung der WOBAU öffentlich diskutiert, da der Bürger erwarten darf, über solche gravierenden gemeindlichen Belange vor der Entscheidung der Gemeindevertretung aufgeklärt zu werden. Außerdem sollten alternative Wege zur Lösung der Zukunftsaufgaben vorgestellt und beraten werden. Der Antrag dazu vom FBB am 30.04.15 wurde vom Bürgermeister abgelehnt. Auch weitere Versuche, eine öffentliche Diskussion zu erreichen, wurden abgelehnt.

Die Gemeinde Großbeeren lädt am 15. Januar um 19 Uhr zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Asylsuchende in die Mehrzweckhalle ein. Die Halle befindet sich hinter der Schule in der Berliner Straße.

Eingeladen ist auch die Landräten Kornelia Wehlan, um die Fakten und Fragen bezüglich der Asylsuchenden im Ort zu beantworten.

Unterstützungsanfrage

Elternvertreter der Jahrgangsstufe 4 baten die Gemeindevertreter kürzlich um Unterstützung für den Erhalt der vier Klassenverbände in der Jahrgangsstufe 5 an der Otfried-Preußler-Schule Großbeeren zum Schuljahr 2015/2016.

 

Aktuelle Situation

In unserer Otfried-Preußler-Schule werden derzeit die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 4 in vier  Klassen  unterrichtet.

In diesem Jahr gibt es für  deutlich mehr Schüler und Schülerinnen, die in die Leistungs- und Begabtenklassen an Gymnasien aufgenommen werden, als bisher. Das hat zur Folge, dass die verbleibenden Schülerzahlen sinken und das Landesschulamt beabsichtigt, die Kinder dann nach den Sommerferien in der 5. Klasse in drei Klassenverbänden unterrichten zu lassen.

Diese Information erhielten die Eltern in einem Anschreiben von der Schulleitung am 28.05.2015.

 

Unmut und Betroffenheit der Eltern

Die Eltern der betroffenen Schüler  und Schülerinnen wollen dies nicht hinnehmen.

Bereits viele Kinder dieser Klassenstufe mussten zu Beginn ihrer Schulzeit in der ersten Klasse die Klassenverbände wechseln, da durch Zuzug eine weitere Klasse in dieser Jahrgangsstufe  eingerichtet wurde. Nun sollen die Kinder wegen der geänderten Anzahl wieder  in neue Klassenverbände „verteilt“ werden.

Seitdem die ersten Heimbewohner im Übergangswohnheim angekommen sind, hat es in der Gemeinde und von Einzelpersonen vielfältige Angebote zur Unterstützung und Eingliederung unserer neuen Mitbürger gegeben.

Das FBB hatte die Idee, den Heimbewohnern mit dem eigenen Anbau von Gemüse eine sinnvolle Arbeit aufzuzeigen, Ihnen dadurch ein Stück Selbständigkeit zu ermöglichen und  auf diese Weise Geld für Essen zu sparen.

So wurde aus einem Brachland neben dem Übergangswohnheim ein fruchtbarer Gemüseacker. Die erste Bodenbearbeitung erfolgte mit Technik durch das benachbarte Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau. Dann war Handarbeit angesagt. Arbeitsgeräte wurden gekauft und Pflanzen bereitgestellt. Eine Gruppe junger Männer aus Eritrea begeisterte sich für das Projekt und Christa Henkel gab Hilfestellung durch Anleitung, Beschaffung von vorgezogenen Pflanzen und tatkräftige Hilfe, unterstützt durch Ulla Schudack.

Wohnungsbau in Grossbeeren

In der Sitzung der Gemeindevertretung am 09.11. 2015 wurde ein Beschlussantrag des Bürgermeisters zur Erweiterung des Geschäftszweckes der Wohnungsbaugesellschaft Großbeeren und zur Aufnahme weiterer Gesellschafter von den Fraktionen der SPD, FDP und des FBB abgelehnt. Dadurch wurde erreicht, dass der damit verbundene zweite Beschlussantrag zum Verkauf von 54 % der Geschäftsanteile der Wohnungsbaugesellschaft vom Bürgermeister zurückgezogen werden musste.
Nicht zur Abstimmung stand die detaillierte wohnungspolitische und infrastrukturelle Entwicklung der Gemeinde.
Von den Befürwortern wurde diese Mehrheitsentscheidung als Verhinderung von möglichen Entwicklungschancen kritisiert.
Richtig ist: Durch die Ablehnung des Beschlussantrages wurden die Zukunftschancen Großbeerens nicht verspielt, sondern gesichert.
Den vollständigen Wortlaut finden Sie durch klicken auf das Bild: